Sturm Graz besiegt den WAC mit 2:1

Sturm Graz weiter makellos

Von APA
Samstag, 12.08.2017 | 20:41 Uhr
Sandi Lovric war unter den Stärksten
© GEPA
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Die Siegesserie von Sturm Graz ist auch gegen den Wolfsberger AC nicht gerissen. Die Grazer feierten in der vierten Runde der Fußball-Bundesliga einen verdienten 2:1 (1:0)-Erfolg und liegen damit weiter ohne Punkteverlust an der Tabellenspitze. Für den WAC setzte es hingegen nach dem ersten Saisonsieg in der Vorwoche die bereits dritte Pleite.

Deni Alar mit seinem ersten Saisontor (30.) und Stefan Hierländer per Kopf (58.) besorgten die Tore bei Sturms Erfolg gegen den "Lieblingsgegner". Von den vergangenen zehn Duellen entschieden die Grazer deren sieben für sich. Das Gegentor blieb der Elf von Trainer Franco Foda aber auch diesmal nicht erspart. Bernd Gschweidl machte die Partie noch einmal spannend (81.). Der Stürmer ist weiterhin der einzige WAC-Torschütze in dieser Saison.

In einer an Höhepunkten armen ersten Hälfte nützte Sturm die erste Großchance zur Führung: Boris Hüttenbrenners Klärungsversuch landete direkt vor den Füßen von Alar: Der Torjäger legte sich den Ball mit einem Haken gegen Nemanja Rnic zurecht und schoss aus zehn Metern ein (30.). Zuvor war Sturm-Kapitän Christian Schulz früher als geplant wieder in die Mannschaft zurückgekehrt. Der 34-Jährige ersetzte in der Dreier-Abwehr Charalampos Lykogiannis, der sich bei einer Grätsche eine Hüftprellung zuzog.

Sturm lange dominant

Die Steirer dominierten vor den Augen von Sturms Jahrhunderttrainer Ivica Osim die Partie beinahe nach Belieben. Die beste Chance vergab vorerst Huspek, der nach einer Hierländer-Hereingabe statt dem besser postierten Alar in den Ball rutschte (39.). Sturms starkes Flügelspiel manifestierte sich nach knapp einer Stunde im 2:0: Marvin Potzmann flankte auf den ins Sturmzentrum gesprinteten Hierländer, dessen Kopfball wurde von Stefan Palla noch entscheidend ins Tor abgefälscht (58.). Dann kam Sturm über Alar und Philipp Huspek blitzschnell in die Spitze: Thorsten Röcher ließ den "Sitzer" auf das 3:0 aus (63.).

Die Elf des ehemaligen Torjägers Heimo Pfeifenberger verteidigte ambitioniert, strahlte aber in der Offensive kaum Gefahr aus. So erlebte Sturm-Torhüter Jörg Siebenhandl einen ruhigen Abend, der Kärntner Anschlusstreffer kam wie aus dem Nichts: Ein abgefälschter Pass von Christoph Rabitsch geriet zur perfekten Vorlage für Gschweidl, der Siebenhandl umkurvte und einschob (81.). Die WAC-Elf witterte die Chance auf den Punktgewinn, ein Versuch von Christopher Wernitznig strich in der Nachspielzeit nur hauchdünn am Grazer Tor vorbei.

Schmid wohl nach Salzburg

Sturms Youngster Romano Schmid saß 90 Minuten auf der Bank. Möglicherweise zum letzten Mal als Grazer, denn Meister Salzburg bekundete Interesse an dem 17-jährigen Offensivspieler: "Romano Schmid ist ein interessanter Spieler. Wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen", meinte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund gegenüber "Sky". In Schmids Vertrag soll es eine Ausstiegsklausel in moderater Höhe geben. "Ein Deal ist erst durch, wenn alles unterschrieben ist", meinte Freund.

Die Stimmen

Franco Foda (Sturm-Trainer): "Wir hatten in der ersten Hälfte zu wenig in die Tiefe gespielt. Aber mit der nötigen Geduld sind wir dann in Führung gegangen. In der zweiten Hälfte war es ein etwas offeneres Spiel. Wir haben es nach dem 2:0 verpasst, den Sack zuzumachen. Nach dem 2:1 wurden wir unruhig. Das hätte ins Auge gehen können. Normalerweise muss man Zwei-Tore-Vorsprünge ruhig nach Hause spielen, meine Spieler lieben es aber anscheinend, den Trainer zu quälen. Da müssen wir in Zukunft abgeklärter auftreten. Man darf aber nicht vergessen, wir hatten einen sehr hohen Rhythmus in den letzten Wochen. Das hat viel Substanz gekostet."

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Wir waren anfangs viel zu passiv. Im Gesamten war die Defensivleistung in Ordnung, offensiv haben wir uns zu wenig zugetraut. Die Führung hat Sturm in die Karten gespielt, sie können hervorragend umschalten. Zweite Halbzeit hatten wir Teilerfolge und zeigten ein anderes Gesicht. Wir haben aber letztendlich verloren, und das tut immer weh. Wir sind der verdiente Verlierer in diesem Spiel."

Bernd Gschweidl (WAC-Torschütze): "Ich weiß nicht, was mit uns in der ersten Halbzeit los war. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Dann haben wir gezeigt, dass wir es auch anders können. Schade, dass uns das 2:2 nicht mehr gelungen ist."

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