35. Runde: Salzburg dreht Spiel gegen Austria, Sturm schlägt Admira

Vizemeister-Frage: Sturm rückt zur Austria auf

Von APA
Donnerstag, 25.05.2017 | 18:03 Uhr
Meister Salzburg lässt sich gegen die Austria nicht aus der Ruhe bringen
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Die Wiener Austria muss in der letzten Runde um den Vizemeistertitel zittern. Mit einem 2:1-Sieg gegen Admira Wacker rückte Sturm Graz zu den Veilchen auf. Die Austria gab gegen Red Bull Salzburg eine 2:0-Führung aus der Hand und verlor im heimischen Ernst-Happel-Stadion 2:3.

Red Bull Salzburg hat auch am Donnerstag in der 35. Runde der Fußball-Bundesliga meisterliche Klasse bewiesen. Die Salzburger setzten sich nach 0:2-Rückstand im Happel-Stadion gegen die Austria noch mit 3:2 (1:2) durch und verpassten den Vizemeister-Ambitionen der Wiener damit einen Dämpfer, da Sturm Graz nun punktgleich ist.

Mit einem 2:1 (1:1)-Heimsieg gegen Admira Wacker zogen die Steirer in Punkten und Tordifferenz mit der Austria gleich, die Wiener haben aber vor der letzten Runde mehr erzielte Tore. Nicht mehr zu nehmen ist Sturm das Ticket für die Europa-League-Qualifikation.

Austria Wien - RB Salzburg 2:3

Die Austria ging bereits in der sechsten Minute aufgrund eines Eigentors von Andreas Ulmer in Führung. Nach einem starken Beginn war der designierte Vizemeister nahezu exklusiv mit Defensivarbeit beschäftigt, erhöhte aber dank eines Blackouts von Salzburg-Keeper Cican Stankovic in der 29. Minute trotzdem auf 2:0. Der 19-jährige Amadou Haidara brachte die Salzburger kurz vor der Pause mit einem Traumtor heran, ein Doppelschlag durch Hwang Hee-chan (64. Minute) und Valentino Lazaro (66.) drehte die Partie zugunsten des Meisters.

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Salzburg gewann damit auch das sechste Duell in Folge mit der Austria. Insgesamt sind die Violetten nunmehr seit elf Bundesliga- bzw. 13 Pflichtspielen gegen die Mozartstädter ohne Sieg. In dieser Saison hatte man sich gegen die Mannschaft von Trainer Oscar Garcia schon drei empfindliche Niederlagen eingefangen und dabei zwölf Tore kassiert.

Riesen-Patzer von Stankovic

Salzburg hatte früh in dem Spiel Pech: Ein Holzhauser-Eckball prallte unglücklich von Ulmer ab und rutschte Stankovic, der diesmal das Tor hütete, dann über die Schulter. Zwei gehaltene Schüsse von Olarenwaju Kayode (10.) und Felipe Pires (14.) konnten die Heimfans noch bestaunen, danach war Salzburg die bestimmende Mannschaft und machte vor allem über die linke Seite und den verhinderten Teamverteidiger Ulmer Druck.

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Ein Fauxpas von Stankovic brachte die Austria noch höher in Führung. Der Ex-Grödiger ließ sich nach einem Rückpass zu lange Zeit und vertändelte dann einen Meter vor seinem Kasten gegen Kayode den Ball. Das 17. Tor in dieser Saison war wohl die leichteste Übung für den Nigerianer. Salzburg hatte zuvor durch den erstmals ins ÖFB-Team einberufenen Konrad Laimer und Hwang zwei, drei Chancen auf den Ausgleich verstreichen lassen.

Hammer-Tor von Haidara

Ulmer traf vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller die Außenstange. Aber erst Youth-League-Held Haidara, der den Ball aus knapp 20 Metern links ins Kreuzeck hämmerte, erzielte in der 44. Minute den Anschlusstreffer. Nach dem Seitenwechsel fand die Austria wieder nur für kurze Dauer besser ins Spiel, Salzburg übernahm rasch das Kommando. Hwang brauchte nach Vorarbeit von Wanderson zunächst nur den Fuß hinhalten, Lazaro umkurvte zwei Minuten später Austria-Goalie Osman Hadzikic und schoss aus spitzem Winkel zum Endstand ein, da die Austria im Finish nicht mehr zulegen konnte.

Der Endrang zwei wird damit erst am Sonntag ausgespielt. Die Austria spielte bei der Admira, Sturm gastiert im Lavanttal beim WAC. Derzeit liegen beide Klubs nach Punkten und Tordifferenz gleichauf, die Austria hat dank der mehr erzielten Tore die Nase vorn.

Sturm Graz - Admira Wacker 2:1

Die Tore in dieser von exakt 13.299 Zuschauern verfolgten Partie erzielten Baris Atik (20.) und Philipp Zulechner (86.) bzw. Maximilian Sax (42.). Die Admira hat nach dieser Niederlage Rang fünf noch nicht fix, Rapid ist nach einem 3:1-Erfolg in Mattersburg noch in Schlagdistanz. Die Grazer gehen hingegen am Sonntag noch mit guten Chancen auf den Vizemeistertitel in den Saison-Showdown.

Vor der Partie wurden von den Grazern Sascha Horvath (Abgang zu Dynamo Dresden), Roman Kienast, Marko Stankovic und Andreas Gruber (Verträge laufen aus) verabschiedet. Die folgenden 45 Minuten standen aber mehrheitlich im Zeichen der Admiraner. Rund zwei Drittel an Ballbesitz sorgten für Ärger bei Sturm-Coach Franco Foda, hatte der von seinem Team doch gefordert, alles in dieses Match reinzuhauen.

Atik trifft zur Führung

Doch immerhin gingen die Gastgeber in Front. Fünf Minuten, nachdem ein Kopfball von Simon Piesinger knapp links vorbeigegangen war, traf Atik. In einem Gestocher hatten zunächst Deni Alar und Stefan Hierländer keinen Erfolg, ehe der 22-Jährige aus der Drehung traf. Sein Schuss wurde - ungünstig für Admira-Goalie Andreas Leitner - leicht abgefälscht.

Das brachte aber keineswegs Ruhe und Stabilität ins Spiel des Tabellendritten. Vielmehr drehte die Admira auf. Ein Schuss von Markus Lackner streifte die Oberkante der Latte (31.), ein Weitschuss von Daniel Toth ging rechts knapp vorbei. Vor allem aber brillierte das Gespann Sax-Christoph Monschein. So fand eine Hereingabe Monscheins von links Sax, gegen dessen volley genommenen Schuss Christian Gratzei nichts zu bestellen hatte.

Sturm besser in Hälfte zwei

Hatte Sax kurz vor der Pause noch mit einem Kopfball an die linke Stange nachgesetzt (44.), zeigte sich nach Seitenwechsel ein gänzlich anderes Bild. Foda hatte wohl die richtigen Worte für sein Team gefunden, denn schon 20 Sekunden nach Wiederbeginn landete ein Kopfball von Deni Alar ebenso an der Oberkante der Latte. Gegen das nun viel schneller umschaltende Sturm kam die Admira offensiv praktisch gar nicht mehr zu Geltung.

Dennoch hielten die Gäste den einen Punkt lange Zeit fest. Vor allem Piesinger hatte auf Kopf und Fuß, die Vorentscheidung herbeizuführen. Bei seiner größten Chance hielt Leitner stark. Der Siegestreffer fiel letztlich erneut aus einer etwas unübersichtlichen Strafraumsituation. Auf ein Nachsetzen von Sturm und nach Hereingabe von Marc Andre Schmerböck beförderte der eingewechselte Zulechner im zweiten Versuch den Ball ins Netz.

In der letzten Runde gastiert Sturm beim aller Abstiegssorgen entledigten WAC, die Austria muss zur Admira (jeweils Sonntag, 16.30 Uhr). Sturms Alar hat dann auch noch die Chance auf den Torschützenkönig, aktuell liegt er mit einem Tor in Rückstand. Konkurrent Olarenwaju Kayode, der bei 17 Toren hält, fehlt in der letzten Runde wegen einer Gelb-Sperre.

Die Tabelle

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