Sturm stößt Rapid ins Verderben

Von SPOX Österreich, APA
Sturm Graz schlägt Rapid
© GEPA

Rapid klebt nach wie vor die Seuche am Fuß. Trotz erneut halbwegs annehmbarer Leistung müssen die Hütteldorfer die Reise aus Graz mit hängenden Köpfen antreten. Sturm Graz gewinnt auch dank eines unglaublichen Hammertores von Charalampos Lykogiannis mit 2:1, stößt Rapid somit noch weiter in die Krise.

Anzeige
Cookie-Einstellungen

Es läuft einfach nicht für Damir Canadi und Rapid Wien. Die Statistik spricht Bände, in 13 Pflichtspielen setzte es sieben Niederlagen, auch von Graz müssen die Hütteldorfer gesenkten Hauptes die Heimreise antreten. Vor 15.300 Zusehern in der Merkur Arena war es ein Handelfmeter von Deni Alar und ein unglaubliches Weitschuss-Tor aus 35 Metern von Linksverteidiger Charalampos Lykogiannis, die den 2:1-Erfolg für die Grazer fixierten. Joelintons Anschlusstreffer in der 80. Minute war schlußendlich für die Grün-Weißen zu wenig, wenngleich die Nachspielzeit nichts für schwache Nerven war.

In einer flotten Anfangsphase deuteten beide Teams gleich einmal ihre Gefährlichkeit an. Fabian Koch konnte Rapids Joelinton gerade noch beim Abschluss stören (4.). Quasi im Gegenzug konnte Baris Atik eine Schmerböck-Hereingabe nicht verarbeiten (5.). In der Tonart ging es aber nicht weiter, großer Einsatz und viele Zweikämpfe standen im Mittelpunkt. Dass der einzige Treffer nicht aus dem Spiel heraus fiel, war da wenig überraschend. Alar traf per Elfmeter, nachdem Andreas Kuen den Ball bei einer Hierländer-Hereingabe an die Hand bekommen hatte (21.). Es war Alars erster Treffer gegen seinen Ex-Club Rapid im Sturm-Dress.

Die Grazer zogen sich daraufhin völlig zurück, überließen den mit einer 3-4-3-Formation angetretenen Wienern das Spiel. Die waren damit aber größtenteils überfordert, konnten aus der optischen Überlegenheit kein Kapital schlagen. Abgesehen von einem kläglichen Auer-Abschluss (36.) wurden die Gäste nur nach Standardsituationen gefährlich. Kopfbälle von Giorgi Kvilitaia (37.) und Christopher Dibon (43.) gingen daneben. Auf das Tor ging kein einziger Ball, Sturm hatte in dieser Statistik dank des ersten Elfmeters in der laufenden Saison zur Pause wie im Zwischenergebnis mit 1:0 die Nase vorne.

Hammer-Tor von Lykogiannis

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen, bei Rapid brachte auch die Hereinnahme von Kapitän Steffen Hofmann nicht den gewünschten Erfolg. Sturm machte wenig bis gar nichts für die Offensive, Rapid hatte viel Ballbesitz, war in Strafraumnähe mit dem Latein aber zumeist am Ende, auch da die Abwehr der Hausherren sehr gut stand. Die hatte aber auch etwas Glück, dass ein vermeintliches Foulspiel von Lykogiannis an Joelinton in der Nähe des Strafraums vom Schweizer Schiedsrichters Alain Bieri ungeahndet blieb (51.).

Lykogiannis war es dann auch, der in der Offensive in den Mittelpunkt rückte. Der Grieche stellte einmal mehr seine Schussstärke unter Beweis, traf aus großer Distanz ins Kreuzeck (64.). Sturms Außenverteidiger machte die Partie aber auch noch einmal spannend. Nach seinem Abspielfehler landete der Ball nach mehreren Stationen bei Joelinton, der vom Sechzehner genau ins Eck traf (80.). Rapid drückte in der Schlussphase vehement auf den Ausgleich, der blieb ihnen aber mangels Effizienz verwehrt. Lukas Spendlhofer blockte einen Kvilitaia-Abschluss in höchster Not (89.) und nach einer weiten Flanke brachte Mario Pavelic den Ball aus kürzester Distanz nicht im Tor unter (92.).

Rapid muss damit weiter seit 29. Oktober auf einen Auswärtssieg warten. Eine besondere Negativserie ging auch für Canadi weiter, der auch das fünfte Auswärts-Trainerduell mit Franco Foda in der Liga verlor.

Das Spiel in der LIVE-Nachlese

Artikel und Videos zum Thema