Montag, 13.02.2017

Rieds Neo-Sportdirektor Franz Schiemer stellt sich vor

Was Schiemer mit der SV Ried vor hat

Franz Schiemer hat am Montag seinen ersten Arbeitstag als Sportdirektor der SV Ried absolviert. "Ich bin sehr jung für diesen Job. Aber das Alter kann Vorteil wie auch Nachteil sein", sagte der 30-Jährige bei seiner offiziellen Vorstellung. Er habe als Profi bei Ried, Austria Wien und zuletzt Red Bull Salzburg von den Besten gelernt: "Ich weiß, wie moderner Fußball aussieht und was man braucht."

Zwei Tage nach der Trennung von Langzeit-Manager Stefan Reiter hatte Schiemer in der Vorwoche einen Dreijahresvertrag als neuer sportlicher Leiter der Innviertler unterschrieben. Der 25-fache ÖFB-Teamspieler - er hatte seine Karriere 2014 wegen Verletzungsproblemen beendet - war zuletzt Co-Trainer beim Salzburg-Tochterclub FC Liefering in der Erste Liga.

"Ich habe nicht lange, aber intensiv nachgedacht. Es war eine schlaflose Nacht, weil ich auch in Liefering einen tollen Job hatte und kurz davor war, Trainer zu werden. Letztlich war die Herausforderung und das Herzblut in Ried doch größer", berichtete Schiemer von seinem Entscheidungsfindungsprozess.

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Das Rieder Urgestein ("Ich habe hier in der Schule auch meine Frau kennengelernt") war einer von laut Clubseite mehreren Kandidaten auf den Posten. Wichtig war dabei der Hintergrund. Gesucht wurde ein Sportchef, der mit dem Verein dezitiert verbunden ist. An Schiemers Qualifikation für den Posten herrsche kein Zweifel, meinte Organisationsvorstand Karl Wagner. "Fränky Schiemer hat alle Voraussetzungen, den Job als Manager zu erfüllen", betonte er.

"Ablöse von Reiter war unglücklich"

Die Trennung von Reiter hatte in Ried viel Staub aufgewirbelt. Am Langzeit-Sportchef gab es zuletzt unter anderem von Finanzvorstand Roland Daxl öffentliche Kritik. Daxl stand nach Reiters Abgang dann selbst im Zentrum der Kritik. Bei der Pressekonferenz am Montag wollte er sich nicht näher äußern. "Die Situation ist, wie sie ist. Die Ablöse von Reiter war etwas unglücklich", erklärte Wagner.

Schiemer genießt in Ried indes noch immer einen guten Ruf. Er suchte bereits Gespräche mit Trainer Christian Benbennek. "Die sind sehr gut verlaufen. Das klare Ziel ist es jetzt, möglichst bald nichts mehr mit dem Abstieg zu tun zu haben", sagte Schiemer mit Blick auf die Tabelle. Diese weist Ried auf Rang acht liegend mit drei Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Mattersburg aus. Am Sonntag geht es im ersten Heimspiel im neuen Jahr gegen Meister Salzburg.

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"Wir sind in einer schwierigen Situation, aber ich weiß wie die Spieler ticken und ein Trainerteam in so einer Situation reagiert", meinte Schiemer zu aktuellen Lage. Dass nicht alles eitel Wonne ist im Innviertel, war dem im Hausruckviertel geborenen Ex-Verteidiger klar. "Der Wechsel ist nicht erfolgt, weil in Ried alles super läuft", betonte er. "Aber ich werde nicht öffentlich kritisieren, was falsch lief."

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APA
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