Wie Sturm den Matic-Nachfolger sucht

Freitag, 06.01.2017 | 08:57 Uhr
Günter Kreissl sucht einen Nachfolger für Uros Matic

Günter Kreissl spricht mit SPOX über Sturms Suche nach einem Nachfolger für Uros Matic, deutet Gespräche mit Marko Stankovic und Roman Kienast an und erklärt die Tücken des Jänners.

Mit dem lukrativen Verkauf von Mittelfeldspieler Uros Matic an den FC Kopenhagen öffnete Sturm-Sportdirektor Günter Kreissl die Büchse der Pandora. Denn zahlreiche Spielervermittler wittern nun ihre große Chance. "Immer wenn man einen Abgang zu verzeichnen hat, fühlen sich zahlreiche Berater aus ganz Europa dazu bemüßigt, Namen zu schicken", sagt Kreissl, der aktuell ziemlich viel Zeit am Handy verbringt.

Dabei ist Sturms Suche nach einem potenziellen Nachfolger Matic' klar strukturiert. Eine Liste mit rund 30 Namen wird sukzessive abgearbeitet und gekürzt - bis der neue Mann für die Rolle im zentralen Mittelfeld feststeht. "Es ist aber auch möglich, dass wir hier keinen Spieler holen", bremst Kreissl. Nur wenn sich eine besondere Lösung findet, wollen die Grazer zuschlagen. "Es gibt viele Namen, die uns zugeworfen werden. Da müssen wir effektiv sortieren und uns ein abschließendes Bild machen, ob die Spieler Stärken haben, die wir so im Kader noch nicht haben. Es geht darum, Qualität zu finden und nicht die Anzahl der Kaderspieler zu erhöhen", sagt Kreissl.

Sturm sucht im Ausland

Zuletzt geisterte auch der Name Simão durch diverse Grazer Kreise. Der 28-jährige defensive Mittelfeldspieler absolvierte 36 Länderspiele für Mosambik und schnürte in 92 Primera-Division-Spielen für UD Levante die Fußballschuhe. Seit Sommer ist Simão vereinslos. "Auf unserer Liste sind 75 Prozent der Spieler im Ausland. Auch dieser Spieler", sagt Kreissl. Nachsatz: "Aber es ist nicht der richtige Zeitpunkt um einzelne Namen zu kommentieren."

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Der Umstand, dass aktuell der Monat Jänner im Kalender aufscheint, vereinfacht einen möglichen Transfer nicht unbedingt. "Es gibt weniger vertragslose Spieler als im Sommer. Es ist schwer genug, einen Spieler zu finden, für den man sich entscheidet und mit dem man auch vertraglich auf eine Linie kommt. Im Jänner gibt es in der Regel auch noch einen anderen Verein, mit dem man sich einigen muss."

Also könnte Sturm auch eine Ablösesumme stemmen? "Ich will nicht rigoros ausschließen, eine Ablöse zu bezahlen. Viel ist für uns nicht möglich, wir müssen wirtschaftlich optimiert arbeiten. Wir haben im Sommer bewiesen, dass wir auch ohne Ablösesummen eine gute Mannschaft zusammenstellen können."

Verkauf? Nur wenn der Preis stimmt

Neben der Suche nach einem Matic-Ersatz flattern auch Anfragen ins Haus. So wurde am Donnerstag etwa Deni Alar mit einem Transfer nach Italien in Verbindung gebracht. Für Kreissl hat sich seit dem Matic-Verkauf das Credo aber nicht verändert: Nur für hohe Summen dürfen sich Leistungsträger verabschieden: "Es gibt für jeden Spieler einen Preis. Diesen klären wir intern ab. Und solange dieser Preis nicht erreicht ist, ist es auch sehr einfach Nein zu sagen."

Nicht auszuschließen sind Abgänge der routinierten Ex-Nationalspieler Roman Kienast und Marko Stankovic. Beide spielten im Herbst in den Plänen von Franco Foda eine untergeordnete Rolle. "Ich bin jemand, der zu Verträgen steht und nie unangenehm Druck macht. Wir werden im Laufe des Jänners darüber sprechen, ob die Verträge erfüllt werden sollen. Wenn das ihr Wunsch ist, werden wir das machen. Wenn sie andere Möglichkeiten haben, werden wir uns das anhören", will Kreissl den beiden jedenfalls nicht die Rute ins Fenster stellen.

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