Fussball

Austria Wien bastelt an Venuto-Transfer

Schließt sich Venuto der Austria an?
© GEPA

Mit dem drohenden Abgang von Alexander Gorgon vor der Brust, sondiert die Wiener Austria den Markt nach möglichen Nachfolgern. Dabei soll Lucas Venuto ein Thema sein.

Austria Wiens Toptorschütze Alexander Gorgon spielt mit offenen Karten. Zum Trainingsauftakt kündigte der 27-Jährige an, nach über einem Jahrzehnt bei den Veilchen einen Tapetenwechsel anzustreben. "Dass du im Fußballgeschäft in der Welt ein bisschen herumkommst, etwas anderes siehst - das ist glaube ich für jeden sehr wichtig, um sich weiter zu entwickeln", sagte Gorgon bei Sky. "Wir haben schon sehr gute Gespräche geführt. Die komplette Mannschaft und auch die Vereinsführung verstehen mich. Sie wollen mir auch keine Steine in den Weg legen."

Kein Wunder also, dass sich auf dem Spieler-Portfolio von Sportdirektor Franz Wohlfahrt Offensiv-Allrounder befinden. 100 Spieler wurden laut Wohlfahrt seit Juli beobachtet, die daraus resultierende Liste bereits intern gefiltert. Wie SPORTNET nun aus dem Umfeld des SV Grödig erfuhr, kristallisierte sich dabei neben anderen Kandidaten ein Name bei einem etwaigen Gorgon-Abgang heraus: Lucas Venuto. Der 20-jährige Brasilianer erzielte in der laufenden Saison für Grödig sieben Treffer und zählt zu den großen Talenten der Bundesliga.

Auch Venuto ist bei Rogon

Dass die Austria auf Venuto stieß, verwundert dabei wenig. Der schnelle Flügelspieler ist unter den Fittichen der Agentur ROGON - jene Agentur, die zuletzt auch die Leihen von Kevin Friesenbichler und Christoph Martschinko einfädelte. Dass ROGON Venuto damals bei Red Bull Salzburg herauskaufte, um ihn anschließend in Grödig zu parken, wurde offiziell zwar nicht kommuniziert, gilt in Insider-Kreisen aber als wahrscheinlich. Die Folge wäre jedoch klar: Grödig würde bei einem möglichen Verkauf Venutos nur geringfügig profitieren.

Im Umfeld der Salzburger ist man sich sicher, dass die Verhandlungen zwischen der Austria und Venutos Berater laufen, auch wenn das branchenüblich wohl niemand bestätigen würde. Ob der Transfer schlussendlich klappt oder letztlich ein größerer Klub aus dem Ausland dazwischenfunkt (ROGON ist in Deutschland bestens vernetzt), ist auch davon abhängig, ob Gorgon noch in diesem Monat ein lukratives Angebot aus dem Ausland erhält. Laut Trainer Thorsten Fink würde noch keines vorliegen. Zahlreiche deutsche Klubs prüfen aber ihre Optionen. 1860 München, das den österreichischen Markt intensiv screent, dürfte etwa schlechte Karten haben. Auch Nürnberg und Stuttgart wurden genannt.

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