Fussball

Krammers Anweisung an den neuen Sportchef

SID
"Philosophie ist klar: offensiv und dominant"

Rapid-Präsident Michael Krammer gibt dem neuen Sportdirektor eine erste Aufgabe. Eindeutiges Ziel: die Verkleinerung des Kaders.

Der österreichischer Rekordmeister Rapid Wien befindet sich aktuell im Wandel. Ein neuer Trainer, ein neuer Sportdirektor, gleichzeitig eine neue Philosophie? Neo-Sportchef Fredy Bickel äußerte sich bislang öffentlich hinsichtlich der sportlichen Ausrichtung der Grün-Weißen noch nicht, hat er doch auch abseits der Begleiterscheinungen, die ein Umzug mit sich bringt, alle Hände voll zu tun.

Ein erster Auftrag für Bickel kommt von ganz oben. Präsident Michael Krammer formuliert im Interview mit 90minuten.at einen klaren Auftrag: "Es wird künftig nur noch so viele Legionäre geben, wie es der Österreicher-Topf vorsieht." Die erste Anweisung an Bickel ist demnach klar: man muss Spieler loswerden. Seit der Regentschaft von Andreas Müller steht Rapid mit neun Legionären da. Drei zu viel, will man an den Ausschüttungen des Österreicher-Topfes mitnaschen.

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Zuletzt kündigte auch Bickel selbst an, den Kader reduzieren zu wollen. "Es könnte der Mannschaft helfen, wenn der eine oder andere nicht mehr da ist", so Bickel vor wenigen Tagen in der Krone. Namen wollte er freilich keine nennen. "Das müssen wir intern besprechen."

Dabei soll sich auch ein Paradigmenwechsel hinsichtlich der Spielphilosophie in Grün-Weiß abzeichnen, wenngleich Fredy Bickel bei seiner Vorstellung sagte, ein einheitliches Spielsystem "werde überbewertet". Krammer stößt thematisch ins selbe Horn: "Ein starres Spielsystem hat Rapid sehr ausrechenbar gemacht", dennoch sind die Grund-Tugenden des Rapid-Spiels klar abgesteckt: "Wir wollen offensiv und dominant spielen."

Dass sich derartiger Ideen aber wohl jeder Fußballverein bedient und damit unterschiedliche Erfolge einfährt, ist auch Krammer klar. Vor allem Red Bull Salzburg begeistert den Präsidenten, der zwar die übergeordnete Struktur der Bullen kritisiert, aber Gefallen an der sportlichen Auseinandersetzung gefunden hat: "Sportlich gesehen tut Red Bull dem österreichischen Fußball gut. Das ist für uns eine große Herausforderung und wir mögen Herausforderungen."

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