Fussball

"Mir tun die Rapid-Spieler leid"

Von SPOX Österreich
Zoran Barisic hat Mitleid mit Rapid

Nachdem Neo-Coach Damir Canadi bei Rapid Wien momentan die Maschine noch nicht wirklich zum Laufen brachte, fordern viele Rapid-Fans Ex-Trainer Zoran Barisic zurück. Der wurde damals bei Tabellenstand Zwei gefeuert. Und trainiert aber nun den türkischen Erstligisten Kardemir Karabükspor.

Zoran Barisic hatte nach über einem halben Jahr einen neuen Arbeitgeber gefunden, tauschte Österreich mit der Türkei, seine große Liebe Rapid Wien mit dem hierzulande eher unbekannten Verein Kardemir Karabükspor. Das neue Allianz Stadion mit dem Dr. Necmettin Seyhoglu-Oval in der Türkei. Die Spielstätte von Karabükspor fasst gerade einmal 12.000 Zuseher, im Durchschnitt kommen 5000. Ein Rückschritt gegenüber Rapid? Mit der österreichischen Tageszeitung derStandard sprach Barisic über seine neue ballesterische Heimat und erklärte, warum ihm die Rapid-Spieler nun leid tun.

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Karabükspor liegt nach 23 von 34 Runden in der türkischen Süper Lig auf Platz Zehn, den Klassenerhalt als erklärtes Ziel. Es läuft ganz okay für Zoran Barisic in der Anfangsphase, ein Sieg gegen Genclerbirligi steht eine Niederlage gegen Trabzonspor gegenüber. Die Süper Lig sei laut Barisic "hart und schnell", er müsse daher einen neuen Plan entwickeln: "Man muss sich und seine Philosophie anpassen, Kompromisse eingehen. Ich kann ja nicht von jemanden Dinge verlangen, die er nicht kann. Es geht nicht darum, was ich will, sondern darum, wie du gemeinsam das Optimum erreichst."

"Rapid hat weh getan"

Das Optimum erreichte er eigentlich mit Rapid. Als amtierender Vizemeister wurde "Zoki" geschasst, mit Mike Büskens sein Nachfolger installiert. Verstanden hat er es bis heute nicht: "Es hat schon gedauert, den Schock zu verarbeiten. Ich habe reflektiert, mir Fragen gestellt, Antworten gesucht. Es machte schlussendlich keinen Sinn, zu jammern, du musst immer nach vorne schauen. Aber Rapid hat weh getan." Auch jetzt kann er seine alte Liebe nicht ganz vergessen. Die Rapidler liegen auf Platz fünf der österreichischen Bundesliga-Tabelle, liegen nur neun Punkte hinter Schlusslicht Ried: "Die Spieler tun mir leid, sie brauchen dringend ein Erfolgserlebnis." Genugtuung verspüre er aber nicht: "Das wäre mies."

Zoran Barisic im Steckbrief

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