Fussball

Jakupovic: "Unbeschreiblich, für Juventus auflaufen zu dürfen"

Von Fabian Santner
Arnel Jakupovic

Gut eine Woche ist vergangen, seit Arnel Jakupovic vom FC Empoli aus der Serie B zu Juventus Turin wechselte. Der ÖFB-U-21-Teamspieler unterschrieb am Deadyline-Day beim letztjährigen Champions-League-Finalisten einen Leihvertrag mit Kaufoption und ist damit nach Alexander Manninger erst der zweite Österreicher überhaupt beim italienischen Rekordmeister.

Juve kennt man auf der ganzen Welt

Zwar wird Jakupovic vorläufig nur in der Primavera, der Jugendmannschaft der Turiner, zum Einsatz kommen, das stört Jakupovic aber naturgemäß gar nicht. "Juventus ist ein sehr großer Klub, den jeder auf der Welt kennt. Es ist einfach unbeschreiblich, für so einen Verein auflaufen zu dürfen", zeigt sich der 19-jährige Stürmer bei SPOX glücklich über den Transfer, der für die meisten sehr überraschend kam. Hinter den Kulissen wurde allerdings schon länger an diesem Deal gearbeitet. "Juventus ist seit ungefähr eineinhalb Jahren an mir interessiert", erklärt Jakupovic .

Die "Bianconeri" beobachteten den aus der Austria-Akademie stammenden Angreifer schon, als er noch in England bei Middlesbrough spielte. Nach einer Zwischenstation in Empoli, wo Jakupovic nach einem starken Start ein halbes Jahr auf der Bank dahinfristen musste, folgte nun der Wechsel ins Piemont. "Als der Transfermarkt aufgemacht hat, gab es gleich die ersten Gespräche zwischen meinem Manager und Juventus und später auch zwischen den beiden Vereinen. Dann ist es glücklicherweise passiert und ich habe am letztmöglichen Tag unterschrieben", führt Jakupovic aus.

"Stressige" Tage für Jakupovic

Was sich seither ereignet hat, klingt beinahe surreal und ging offensichtlich auch an Jakupovic nicht spurlos vorüber. "Es war sehr stressig", gibt er unumwunden zu. "Nach der Vertragsunterzeichnung bin ich am Donnerstag zurück nach Empoli, um meine Sachen zu holen. Am Nachmittag ging es dann schon wieder mit dem Zug zurück nach Turin ins Internat von Juve. Tags darauf hatte ich den Medizincheck, die ganzen klassischen Tests, und am Nachmittag stand ich schon auf dem Trainingsplatz. Am Samstag wurde dann wieder den ganzen Tag trainiert und am Sonntag sind wir nach Rom gefahren, wo ich gleich meinen ersten Einsatz mit der Primavera hatte."

Und dieser hatte es gleich in sich. Jakupovic bereitete das 1:0 durch Marco Olivieri sehenswert mit einem Ferserl vor und hatte in der zweiten Halbzeit sogar eine gute Chance auf das 2:0, schlussendlich mussten sich die Gäste der AS Roma aber mit 1:2 geschlagen geben. "Es war ein super Gefühl, für Juventus auf dem Platz zu stehen. Ich habe eine gute Vorlage gegeben, aber leider haben wir verloren", resümiert Jakupovic und gibt sich schon wie ein erfahrener Profi: "Das ist jetzt aber abgehakt, wir konzentrieren uns schon auf die nächsten Spiele."

Training mit der ersten Mannschaft

Allerdings dürfte seine Konzentration in den letzten zwei Tagen zumindest für kurze Zeit gelitten haben, denn Jakupovic durfte bereits mit den Profis der ersten Mannschaft mittrainieren. Der Österreicher stemmte im Kraftraum Gewichte mit Gonzalo Higuain und Co. und spielte auf dem Platz Doppelpässe mit den Mittelfeld-Stars wie Miralem Pjanic oder Sami Khedira. "Ich kann das Gefühl eigentlich gar nicht in Worte fassen. Man ist Seite an Seite mit Spielern, die man bisher nur aus dem Fernsehen, aus der Champions League kannte", wirkt Jakupovic gegenüber SPOX immer noch sehr beeindruckt von den Erlebnissen.

Dass der Österreicher nach wenigen Tagen bei Juventus schon mit den Superstars mittrainieren durfte, kann nur bedeuten, dass sich Coach Massimilano Allegri ein genaues Bild vom Angreifer machen wollte. Ein Vieraugen-Gespräch zwischen den beiden hat aber noch nicht stattgefunden. "Mit Allegri hatte ich noch nicht viel Kontakt", so Jakupovic.

"Es liegt nur an mir"

Was nicht ist, kann aber noch werden, schließlich besitzt Juventus ja eine Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro für Jakupovic. Sollte er weiterhin in der Primavera überzeugen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass die "Bianconeri" diese Option auch ziehen werden.

An so etwas denkt Jakupovic aber noch überhaupt nicht, er weiß, was von ihm erwartet wird und will dies auch umsetzen: "Ich bin auf jeden Fall bis Sommer hier und habe bis dahin Zeit, mich zu beweisen. Es liegt nur an mir."

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