Fussball

Champions League 2019/2020: Eine neue spannende Saison wartet

Von SPOX Österreich
Jürgen Klopp gewann 2019 die Champions League mit dem FC Liverpool.
© getty

Die Königlichen wurden entthront - oder doch nicht? Zumindest zeitweise mussten die Königlichen, allerweil auch als Real Madrid bekannt, den Thron an die Nachfolge abgeben. »Kloppo« hat's mit Liverpool geschafft. Es brauchte zwei Anläufe - für Klopp drei -, aber dann war der Erfolg sicher. Was bedeutet das nun für die nächste Saison in der Spitzenklasse des europäischen Fußballs? Kann Liverpool einen weiteren Schritt in Richtung der Spitzenära machen oder versucht Real Madrid erneut das, was noch nie gelungen ist? Die Champions League zum siebten Mal zu gewinnen? Und was ist mit den Verfolgern? Dieser Artikel schaut sich das Thema einmal an.

Kann Liverpool erneut gewinnen?

Natürlich. Möglich ist im Fußball vieles und nachdem Klopp seinen »Finaldämonen« besiegt hat, ist ein Sieg durchaus möglich. Allerdings darf nicht vergessen werden, dass es statistisch gesehen einfacher ist, die Champions League zu gewinnen, als diesen Titel zu verteidigen. Denn von allen bisherigen Titelgewinnern gelang die Verteidigung einzig dem Rekordsieger der Champions League: Real Madrid. Aber auch andere Faktoren sprechen gegen eine wahrscheinliche Verteidigung:

  • Bekanntheit - natürlich war der Club Liverpool nie ein unbeschriebenes Blatt oder ein echter Underdog. Doch nach dem zweimaligen Erreichen des Finales und dem Gewinn ist Liverpool nun eine der Größen - und die wird von der Konkurrenz analysiert und durchleuchtet bis auch der letzte Grashalm des Trainingsplatzes bekannt ist.
  • Liga-Anforderung - zur absoluten Größe fehlt Liverpool unter Klopp noch der Titelgewinn in der englischen Liga. Das ist keine einfache Aufgabe, denn die Briten haben nicht nur automatisch sehr viele Pflichtspiele, die Ligakonkurrenz setzt ebenfalls alles daran, am Ende auf dem ersten Rang zu stehen. Für die Titelverteidigung könnte es somit notwendig sein, einen der Titel aufzugeben. In Sachen Transfers war Liverpool bisher zudem nicht gerade extrem handlungsfreudig.
  • Siegeswille - keine Frage, Liverpool spielt einen exzellenten Fußball, der auch beim Zuschauen Spaß macht. Viel bei dem diesjährigen Titel entstammte jedoch dem »Jetzt-erst-recht-Gedanken«. Das zum Teil sehr unglücklich verlaufene Vorjahresfinale forderte eine Ob ein so starker Kampfwille und das Wollen des Titels auch bei einer Titelverteidigung vorhanden ist?

Trotz allem ist es gut möglich, dass der Club gar das echte Spagat schafft und am Ende gleich vier Pokale in die Vitrine stellt: Liga, Champions League, FA-Cup und der Ligapokal, der in England in der Wichtigkeit auf Rang zwei rangiert.

Wie stehen die Chancen der anderen Spitzenteams?

Man muss natürlich sagen, dass alle Clubs, die sich direkt aus der Ligaplatzierung heraus für die Endrunde qualifiziert haben und die aus den großen europäischen Ligen stammen, automatisch die Chance auf den Titel haben. Kein französischer, spanischer, englischer, italienischer oder deutscher Meister muss fürchten, sang- und klanglos unterzugehen. Viele Spitzenteams bedeuten aber auch eine enorme Konkurrenzdichte und wer in der Gruppenphase das Pech hat, gleich zwei Spitzenteams plus einen starken Außenseiter als Gegner zu haben, der könnte sich eventuell schon sehr früh »voll und ganz auf die Liga konzentrieren«.

Fans können auch anhand der Wettquoten sehen, wer laut den Buchmachern die größten Chancen auf einen Sieg hat. Wer dann anderer Meinung ist, sollte eine Wette platzieren und kann sich im Erfolgsfall über einen satten Gewinn freuen. Vorher ist es aber wichtig, die Anbieterwahl entsprechend strukturiert anzugehen. Hier lassen sich die besten Sportwettenanbieter im direkten Vergleich betrachten, um am Ende die beste Lösung zu finden.

Die Spitzenteams im Überblick

  • Real Madrid - der Titelverlust wurmt, zudem war die letzte Fußballsaison für die Königlichen ganz und gar nicht royal angehaucht. Kein Meistertitel, kein Pokalsieger, kein Champions League-Titel. Dafür haben die Königlichen ihren »Supertrainer« zurück: Zinedine Zidane. Mit ihm gewannen sie die Champions League gleich drei Mal in Folge. Es gibt aber im Club selbst einige Ungereimtheiten, die sich nicht allein um das Hin- und Her mit Christian Bale drehen.
  • Barcelona - aktuell kommt wohl alles darauf an, ob der Wechsel-Poker zwischen Barcelona und Paris ein Ende findet. Mit Neymar zurück in Spanien könnte Barcelona natürlich wirklich Gas geben. In der Meisterschaft mit ganzen 11 Punkten Vorsprung auf Rang zwei und 21 auf Real Madrid hat es auch ohne ihn bestens funktioniert.
  • Man City - Zwei Mal hintereinander englischer Meister, aktueller FA-Cup-Sieger, zwei Mal in Folge den Ligapokal geholt - Man City darf mit sehr titelgeschmückter und breiter Brust ins Rennen gehen. Allerdings klappte es international noch nicht. Das muss sich ändern, denn um sich vom Stadtrivalen abzugrenzen, fehlt der Champions-League-Titel.
  • Juventus Turin - Meister wurden sie, in der letztjährigen Champions League klappte es jedoch trotz Ronaldo nicht. Den Top-Favoriten lief die »Alte Dame« hinterher. Doch nach guten Neuverpflichtungen könnte Juventus für vieles bereit sein - Erfahrung ist jedenfalls genug vorhanden.
  • PSG - Paris: In der Liga konnten sie bislang ihre Stärke zeigen, allerdings zeigt sich im internationalen Geschäft, dass zwar viel Geld vorhanden ist, dieses aber auf dem Platz nicht die notwendigen Tore schießt. Ob ein Weggang von Neymar Schaden anrichten würde, ist jedoch fraglich. Immerhin klappte es auch mit ihm auf dem Rasen nicht.

Die deutschen Teams: Nur Außenseiter?

Niemand möchte es gerne hören, doch ist es so: die deutschen Teams waren schon im vergangenen Jahr eher Außenseiter. Besonders bedenklich ist, dass nicht einmal ein Team in der Spitzenklasse Deutschland bewegen und begeistern konnte. Dies blieb einem Team, welches im von Hoeneß getauften »Wettbewerb der Verlierer« spielte, vorbehalten. Im Überblick:

  • Bayern München - der Verein ist mitten im Umbruch und selbst abseits des Rasens ergeben sich Fragen. Transfers gibt es nicht wirklich, Spitzenkräfte sind weg. Das Ende könnte mit der Gruppenphase erreicht sein. Immerhin: Die Gerüchte rund um Bale und Sané verdichten sich.
  • Borussia Dortmund - sie haben größere Chancen auf ein Weiterkommen als Bayern. Es wurde gut verstärkt, die Testspiele gingen allesamt siegreich aus - auch gegen Liverpool.
  • Leipzig - neuer Trainer, neue Zugänge. Die Spielerqualität ist sicherlich gut und geeignet, die Gruppenphase zu überstehen. Für alles andere ist dieser Verein jedoch zu jung. Wobei auch hier gilt: Alles ist unmöglich, bis das Gegenteil eintritt.

Fazit - aus deutscher Sicht sind alle Daumen nötig

Es wurde schon gemutmaßt, doch aktuell ist der deutsche Fußball nur auf den Folgerängen. Was nicht heißt, dass keine Titel möglich sind, denn letztendlich entscheiden Kampf und Wille im Fußball mehr, als teure Beine. Trotzdem gehen die Favoritenrollen nach England, Spanien und Frankreich. Mit ausreichend gedrückten Daumen und natürlich den so grandiosen Unmöglichkeiten des Fußballs könnte es in der Champions League jedoch Überraschungen geben. Gab es schon einmal Titelgewinner aus Skandinavien?

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