Fussball

Admira-Torhüter Andreas Leitner nach Saisonstart: "Wir sind hilflos"

Von APA
Andreas Leitner ärgerte sich.

Der TSV Hartberg und der SCR Altach haben am Samstag in der zweiten Runde der Bundesliga erstmals angeschrieben. Die Steirer rehabilitierten sich mit einem Heim-4:1 gegen die Admira für die Auftaktniederlage in Mattersburg, die Vorarlberger gaben mit einem 3:2 vor eigenem Publikum über WSG Tirol die passende Antwort auf das 0:2 in der Vorwoche beim LASK.

Beim Aufsteiger aus Wattens hingegen erhielt die durch das 3:1 gegen die Austria entstandene Euphorie einen Dämpfer. Im Ländle wurden den Tirolern die Grenzen deutlich aufgezeigt. "Unser Sieg war verdient", resümierte Altach-Coach Alex Pastoor.

Rundum glücklich war der Niederländer allerdings nicht. "Wir hätten die Partie schon früher entscheiden müssen, diesbezüglich gibt es sicher noch Potenzial nach oben." Außerdem missfiel Pastoor das Verhalten seiner Mannschaft bei Standardsituationen und Konterchancen für den Gegner. "Aber positiv war, dass die Mannschaft immer an sich geglaubt und nie den Kopf verloren hat. Sie hat immer den Spielplan umgesetzt und Moral bewiesen."

WSG-Trainer Thomas Silberberger musste die Überlegenheit der Vorarlberger anerkennen. "Wir sind zum ersten Mal in der Bundesliga mit einer Wucht konfrontiert worden", gestand der Tiroler. "Trotzdem bin ich nicht unzufrieden. Für mich gehören die Altacher zu den Top sechs der Bundesliga, das haben sie heute bewiesen."

Dennoch trauerte Silberberger einem möglichen Erfolgserlebnis nach, schließlich lag seine Truppe zweimal in Front. Eine dritte Führung der Gäste verhinderte Schiedsrichter Gerhard Grobelnik kurz vor der Pause: Ein Eckball von Benjamin Pranter flog ins Tor, der Referee entschied jedoch auf Foul von WSG-Profi Michael Svoboda an Altach-Goalie Martin Kobras und gab den Treffer nicht - zum Ärger von Silberberger, der aber auf öffentliche Vorwürfe an Grobelnik verzichtete.

Hartberg besiegt Admira deutlich

Auch Hartberg-Trainer Markus Schopp war zuletzt nicht gut auf die Unparteiischen zu sprechen. Das 4:1 gegen die Admira hellte allerdings die Stimmung beim Ex-Teamspieler deutlich auf, auch wenn er zugab: "Das 4:1 ist zu hoch, das Momentum hat heute für meine Mannschaft gesprochen. In der ersten Hälfte haben wir schnell zwei Tore gemacht und mit der ersten Chance in der zweiten Hälfte das 3:0."

Auf den für die Admira ungünstigen Spielverlauf wies auch deren Coach Reiner Geyer hin. "Das 1:4 hört sich nicht gut an, ich war aber mit dem Match an und für sich nicht ganz unzufrieden", erklärte der Deutsche. Seine Truppe muss weiter auf den ersten Punktgewinn warten. "Doch obwohl es nicht so gelaufen ist wie gewünscht, vertraue ich den Spielern voll und ganz."

Eine deutlich schärfere Analyse des Fehlstarts der Südstädter lieferte Goalie Andreas Leitner ab. "So kann es nicht weitergehen. Wir sind hilflos", sagte der 25-Jährige im Sky-Interview.

Bundesliga-Tabelle nach den Samstags-Spielen

Platz

Verein

Sp

S

U

N

Tore

Diff

Punkte

1.

LASK Linz

2

2

0

0

5:0

5

6

2.

SK Sturm Graz

1

1

0

0

3:0

3

3

.

WAC

1

1

0

0

3:0

3

3

4.

TSV Hartberg

2

1

0

1

5:3

2

3

5.

Red Bull Salzburg

1

1

0

0

2:0

2

3

6.

WSG Tirol

2

1

0

1

5:4

1

3

7.

SV Mattersburg

1

1

0

0

2:1

1

3

8.

SCR Altach

2

1

0

1

3:4

-1

3

9.

Rapid Wien

1

0

0

1

0:2

-2

0

10.

SKN St. Pölten

1

0

0

1

0:3

-3

0

11.

Austria Wien

2

0

0

2

1:6

-5

0

12.

FC Admira

2

0

0

2

1:7

-6

0

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung