Fussball

Warum haben Fußballer selten Übergewicht?

Von SPOX Österreich
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Ausreichende Bewegung ist eine wichtige Voraussetzung beim Kampf gegen die Kilos, doch sie allein genügt nicht immer.

Die richtige Ernährung und ausreichend Bewegung sind das Mittel der Wahl, wenn es um die schlanke Linie geht. Das lässt sich auf Expertenseiten wie www.gesundheit-im-leben.com nachlesen. Fußballer trainieren mehrmals wöchentlich, häufig sogar täglich und haben auf jeden Fall ausreichend Bewegung. Und doch ist es keine Selbstverständlichkeit, dass sie schlank sind und den Waschbrettbauch vorweisen können, der beim Trikotwechsel hervor blitzt.

Mancher Verein hat einen bestimmten Ernährungsplan für seine Junge aufgestellt, vielleicht sogar einen Profi engagiert, um auf jeden Fall alles richtig zu machen. Doch natürlich suchen die Spieler selbst immer nach der perfekten Ernährung, um in Form zu bleiben. Manche ernähren sich Low Carb, andere greifen besonders bei den Kohlehydraten ordentlich zu, wieder andere müssen sich mit Unverträglichkeiten herumschlagen und ihre Ernährung entsprechend anpassen.

Man kann davon ausgehen, dass ein Profi in aktiven Zeiten rund doppelt so viele Kalorien verbraucht wie ein Bürger mit einem weniger anstrengenden Job.

Dennoch gilt: Auch ein professioneller Sportler, der mit ganzem Körpereinsatz kämpft, muss sich bemühen, um sein Gewicht zu halten. Übergewicht entsteht teilweise aus einer Veranlagung heraus, oft ist es jedoch auch so, dass die Bilanz zwischen gegessenen und verbrauchten Kalorien nicht stimmt. Kein Wunder, dass mancher Fußballer in einer kleinen Trainingspause gleich ordentlich zulegt, denn er hat den gleichen Appetit wie immer

Kündigung wegen Übergewicht - das kann einem Fußballer heute passieren. Früher gab es jedoch viele "dicke" Ballprofis.

Kürzlich ist sogar ein Ex-Bundesliga-Profi hat von seinem Verein gekündigt worden, weil er mit rund dreieinhalb Kilogramm mehr aus der Weihnachtspause kam. Doch Kevin Pannewitz, um den es hierbei ging, hatte ohnehin eine bewegte Karriere als Fußballprofi, bei der er nicht immer von sich überzeugen konnte. Ob die sieben Pfund zusätzliches Gewicht allein den Verein FC Carl Zeiss Jena zu einer Kündigung bewegt hätten, darüber kann nur spekuliert werden. Aber eines ist klar: Vor 20 Jahren hätte Pannewitz sich mit seinen Speckröllchen in bester Gesellschaft befunden. Denn erstaunlich viele, auch exzellente Fußballprofis hatten etwas Übergewicht.

Jahrzehntelang waren ganz "normale" Männer auf dem Rasen zu sehen, die trotz eines kleinen Bäuchleins für ihre Vereine einen guten Job machten - einen herausragenden sogar. Müller war immer etwas proper und schoss Tore wie kaum ein anderer. Auch Uwe Seeler, der nie ausgesprochen schlank war, versenkte für seinen HSV Bälle am laufenden Meter und war der beste Mittelstürmer Deutschlands. Der englische Torhüter Henry "Fatty" Foulke brachte es teilweise sogar auf mehr als 150 Kilogramm und lehrte seine Gegner dennoch das Fürchten. Trotz seiner Leibesfülle war er "agil wie eine Katze" und ließ sich auch von dem Gesang der gegnerischen Fans nicht verunsichern, die ein Lied dichteten, in dem nach all den aufgegessenen Kuchen gefragt wurde. Allerdings ist Foulke schon vor mehr als 100 Jahren gestorben.

Heute sieht die Sache auf dem Rasen ganz anders aus, was nicht nur daran liegt, dass die Rangeleien vor dem Tor nicht mehr erlaubt sind, bei denen der dicke Torhüter regelmäßig die Nase vorn hatte. Er stupste seine Gegner auch gern einmal mit dem Kopf in den Matsch oder ließ einen Torpfosten unter seinen Fäusten bersten.

Heute herrschen im Profifußball deutlich strengere Regeln, was das Gewicht und den Körperfettanteil betrifft.

Fußballprofi ist nun wirklich kein Job wie jeder andere, von daher sind die strengen Regularien bezüglich der körperlichen Fitness verständlich. Nur wer Höchstleistungen bringen kann, ist schließlich für seinen Verein ein Gewinn, und kein Verlustgeschäft. In vielen Spielerverträgen wird detailliert beschrieben, welche Ernährung und Lebensgewohnheiten an den Tag gelegt werden dürfen. Das Ziel ist stets die bestmögliche Leistung auf dem Spielfeld.

Leider erkennt sich der durchschnittliche Bürger in den Profis auf dem Spielfeld nun auch nicht mehr wieder. Beim Anblick von Müller oder Seeler konnte er noch glauben, auch er selbst sei zu diesen Leistungen fähig, heute sieht er: Die Spieler sind anscheinend nicht von dieser Welt. Mit ihren 5 bis 12 Prozent Körperfettanteil, dem getakteten Training und den Essensplänen sind sie einfach ganz anders, nämlich genormte und perfektionierte Produkte des modernen Fußballs.

Den körperlichen Zustand unter der Lupe.

Wenn die Spieler aus der Pause zurückkehren, werden sie nur zu gern akribisch gewogen. Und nicht selten zeigt die Waage die "entspannte Zeit" auch deutlich an. Was also tun, wenn die Kicker zu lax mit ihrem Essverhalten umgehen? In Frankfurt musste man eine Zeitlang für zwei Kilo Übergewicht 3000 Euro Strafe abdrücken. Doch es geht noch drastischer:

Der Verein West Ham United hat seinen Spieler Benni McCarthy, der seinen strengen Diätplan nicht einhalten konnte, zu einer Strafe von fünf Wochengehältern verdonnert. Das waren insgesamt 190.000 Pfund.

Spielen durfte McCarthy mit dem als zu hoch eingeschätzten Gewicht nicht, dabei hätte er es gern getan, wie sein Berater sagte.

Wir haben es leichter.

Viele Menschen kämpfen mit ihrem Gewicht. Für manche wäre es vielleicht sogar hilfreich, wenn jemand sie regelmäßig wiegen würde und es Konsequenzen hätte, wenn das erhoffte Ziel nicht erreicht wurde. So müssen wir uns immer wieder selbst motivieren, um unsere Ziele zu erreichen. Etwas Sport und Disziplin sind garantiert der beste Weg dorthin.

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