Fussball

Die DFB-Elf - Zu altem Glanz im neuen Jahr?

Von SPOX Österreich
Leroy Sane
© getty

Die deutsche Nationalmannschaft dürfte mit Sorgen auf das vergangene Jahr 2018 blicken. Aus sportlicher Sicht war dieses geprägt von großen Einschnitten, während jeder ersehnte Erfolg verwehrt blieb. Das letzte Länderspiel, welches Ende November gegen die Niederlande absolviert wurde, war mit seinen späten Gegentoren sinnbildlich für die aktuelle Situation. Doch welche Eingriffe sind nun notwendig, um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen?

Eine Chance für neue Spieler

Im Anschluss an die Weltmeisterschaft ist es Trainer Joachim Löw bereits gelungen, einen Umbruch in der Mannschaft einzuleiten. Dazu zählte zunächst der Abschied erfahrener Kräfte wie Mario Gomez und Mesut Özil, die zuletzt nicht mehr an ihre alten Leistungen anknüpfen konnten. Auch im Mittelfeld wurde mit dem Verzicht auf Sami Khedira ganz gezielt Platz für neue Möglichkeiten geschaffen. Erst im Laufe dieses Jahres wird sich der Bundestrainer wohl für oder gegen die verschiedenen Alternativen entscheiden, die aktuell im Raum stehen.

Auch an den Quoten der Buchmacher wurde deutlich, dass die erfahrenen Stammspieler und Weltmeister nicht zu großen Erfolgschancen beitragen. Während vor der WM nur niedrige Quoten auf die Siege der Nationalmannschaft ausgegeben wurden, erhöhten sich diese infolge der zahlreichen Punktverluste deutlich. Weitere Informationen zu den Wettangeboten für das aktuelle Jahr 2019 sind auch unter https://xtip.de zu finden.

Doch welche neuen Spieler könnten nun in die entstandenen Lücken treten und der Mannschaft damit ein neues Gesicht verleihen? Seit längerer Zeit in der zweiten Garde stehen Spieler wie Leon Goretzka oder Julian Draxler. Sie verfügen bereits über internationale Erfahrung und konnten sich immer wieder in den Fokus spielen. Sie könnten zu den Stammkräften im besten Alter heranreifen und damit die neue Startelf formen. Darüber hinaus mangelt es vor allem auf den Außenbahnen nicht an jungen Talenten. Julian Brandt und Leroy Sané stellten in den letzten Länderspielen definitiv unter Beweis, dass sie das Zeug zum Nationalspieler haben. Für sie wird es wichtig sein, die eigenen Leistungen konstant auf hohem Niveau zu halten, um den Bundestrainer letztlich zu überzeugen.

Die Aufgaben werden nicht leichter

Doch was erwartet die Fans der deutschen Nationalmannschaft nun im Kalenderjahr? Tatsächlich wird die EM-Qualifikation hier eine sehr wichtige Rolle einnehmen. Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist das Team von Trainer Joachim Löw nicht mehr als Kopf der Gruppe bei der Auslosung gesetzt gewesen. Daraus ergibt sich nicht nur eine aus sportlicher Sicht sehr schwere Aufgabe. Auf der anderen Seite steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende noch die Play-Offs gespielt werden müssen, um die Qualifikation für die EM 2020 erfolgreich zu schaffen.

Für Testspiele bietet der Terminplan des neuen Jahres derweil keinen Platz. Der Trainer hat deshalb kaum eine Möglichkeit, um neue Spieler ohne sportlichen Druck näher an die Mannschaft heranzuführen. Sollte es neue Debütanten geben, die für den Dress des DFB infrage kommen, so müssten diese direkt in einem Pflichtspiel auflaufen. Dies erschwert in jedem Fall die Integration neuer Spieler in den bestehenden Kader, die bisher noch nicht zu den Länderspielen eingeladen wurden. In der Summe kann auch hier noch Potenzial für Nachbesserungen entdeckt werden. Da jedoch keine weiteren Freundschaftsspiele genutzt werden können, dürfte der Umbruch kaum stärker ausfallen, als er sich bereits in den letzten Partien der DFB-Elf beobachten ließ. Mit Manuel Neuer, Matthias Ginter und Thomas Müller gibt es zumindest ein paar verbliebene Weltmeister, die mit ihrer Erfahrung auf dem Platz überzeugen können und welche die junge Mannschaft um Sané, Werner und Co. führen.

Die Qualifikation als Pflichtaufgabe

Für alle Verantwortlichen beim DFB steht in diesen Tagen praktisch außer Frage, ob es der Mannschaft gelingt, sich erfolgreich für die EM in Europa zu qualifizieren. In Anbetracht der allgemeinen spielerischen Qualität, die in der Vergangenheit immer wieder auf den Platz gebracht werden konnte, ist das Selbstvertrauen an dieser Stelle noch immer groß. Klar ist auch, dass Joachim Löw nicht über genug Kredit verfügt, um eine verpatzte Qualifikation mit seiner weiteren Beschäftigung zu verbinden. Die sichere Teilnahme am Turnier im kommenden Jahr ist aus diesem Grund eine Voraussetzung, um seine lange Amtszeit im Dienst des DFB weiter fortsetzen zu können. Ein Ausscheiden wäre in diesem Fall nicht haltbar.

In der Bundesliga wird es derweil wieder reichlich Stoff für Diskussionen geben. Bereits im vergangenen Jahr zeigte sich so mancher Klubboss verärgert über die zahlreichen Pausen, welche im Sinne der Länderspiele eingelegt werden mussten. In Anbetracht der Lage der Dinge dürfte sich auch in diesem Jahr nichts an dieser Situation ändern. Gleich vier lange Unterbrechungen wurden angesetzt, welche zunächst die Rückrunde der laufenden Bundesligasaison betreffen. Für den deutschen Fußball selbst wird eine solche Pause mit Sicherheit zu verschmerzen sein. Dies gilt jedoch nur dann, wenn auch die Klasse des Sports nicht durch ein weiteres Debakel auf diesem Terrain in Mitleidenschaft gezogen wird. Auch aus diesem Grund richten sich wieder viele Augen auf das laufende Geschehen, wenn schließlich die neue Saison in der Liga eingeläutet werden kann.

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