Organisation von einem Public Viewing Event: Das gilt es zu beachten

Von SPOX Österreich
Freitag, 27.04.2018 | 10:33 Uhr
Bei vielen sportlichen Top-Events sehr beliebt: Beim Public Viewing haben Fans die Möglichkeit mit anderen Fans die Siege zu zelebrieren und die Niederlagen zu verkraften.
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Sportive Großereignisse sind ein Publikumsmagnet, weshalb es inzwischen in vielen großen, aber auch in kleineren Städten und Dörfern gängig ist, diese sportlichen Highlight-Momente öffentlich in großer Runde zu zelebrieren. Public Viewing ist mittlerweile ein sehr geläufiger Begriff. Das englische "Public" bedeutet übersetzt "öffentlich" und "Viewing" steht für "Ansehen" oder auch "Anschauen".

Beim Public Viewing erhält also eine breite oder komprimierte Öffentlichkeit Zugang zu einer Liveübertragung via großer Leinwand, Beamer oder Bildschirm. Das sind in der Regel Sportereignisse, können aber auch andere Events, politische Veranstaltungen oder Ähnliches sein. Wer selbst einmal so ein "Öffentliches Anschauen" organisieren möchte, sollte dabei ein paar wichtige Faktoren beachten und langfristig planen.

Wer nicht ins Stadion kann, der feiert beim Public Viewing

Große Fan-Meilen, wie die Public Viewings in Berlin, München und Hamburg, werden auch in diesem Jahr wieder dafür sorgen, dass die Fans die deutsche Nationalelf bei der WM in Russland aus der Ferne unterstützen können. Für viele Unternehmer und Selbstständige sind Fußball Welt- oder Europameisterschaften wahre "Goldgruben". Denn in dieser Zeit wird die sowieso gut funktionierende Wirtschaft im Sport-Sektor so richtig angekurbelt. Wer hier den richtigen Nerv tritt und früh genug mit der Organisation beginnt, kann sich ein bisschen Geld dazu verdienen. Die Organisation eines Public Viewing Events erfordert jedoch mehr als Sicherheitsvorkehrungen, das Aufstellen eines Bildschirms und ein paar Getränke. Im Folgenden verrät dieser Beitrag, auf was es beim Planen dieser öffentlichen Veranstaltungen ankommt.

Wann ist Public Viewing eigentlich öffentlich?

Diese Frage sollte sich jeder Veranstalter oder Organisator stellen, da für eine öffentliche Liveübertragung in der Regel eine Lizenz beantragt werden muss. Das bedeutet: Wird das WM-Spiel beispielsweise in einer Schule, auf einem öffentlichen Platz oder in einem Verein gezeigt, dann müssen Veranstalter eine Lizenz für die Veranstaltung erwerben. Auch gastronomische Betriebe, wie Restaurants und Bars, gehören dazu. Wer ein Public Viewing ohne Lizenz oder Anmeldung veranstalten will, der darf keinen Eintritt verlangen und sich nicht durch ein Sponsoring unterstützen lassen. Darüber hinaus ist es wichtig, dass bei nicht angemeldeten Veranstaltungen die Teilnehmerzahl unter 300 Personen bleibt. Organisatoren, die Eintritt verlangen, benötigen Software mit effizienter Belegerfassung. Zur Definition der eigenen Veranstaltung dient folgende Orientierung der FIFA:

  • Kommerziell: Verdienen Organisatoren Eintritt mit dem Public Viewing Event und werden Sponsoring-Gelder genutzt, dann ist das Event kommerziell und muss somit angemeldet werden.
  • Nicht-Kommerziell: Trifft das oben Genannte nicht zu, dann ist die Veranstaltung nicht kommerziell. Übrigens gilt das auch für Gastro-Betriebe, die außer den üblichen Einnahmen durch Getränke keine weiteren Einkünfte an diesen Abenden erzielen.

Angemeldet werden die Events übrigens über ein spezielles System online bei der FIFA. Im Anschluss werden dann noch entsprechende Rechnungsprogramme benötigt. Letztere dienen dem Veranstalter zum Schreiben und Versenden von Rechnungen, aber auch, um Artikel, Produkte und Leistungen für das Event zu verwalten.

Müssen spezielle Rundfunkgebühren und GEMA-Beiträge entrichtet werden?

Eigentlich sind keine zusätzlichen Rundfunkgebühren zu bezahlen, wenn ein Public Viewing veranstaltet wird. Normalerweise wird der zu zahlende Rundfunkbeitrag nicht nach aufgestellten TV-Geräten, sondern nach der Mitarbeiteranzahl definiert. Auch bei der GEMA fallen grundsätzlich keine zusätzlichen Beiträge an. Eine Ausnahme gibt es jedoch: Wird das Übertragungsgerät nur für das Public Viewing Event aufgestellt, dann ist es für den Organisator wichtig, eine Lizenz zu erwerben, um sowohl die Musik als auch die journalistischen Beiträge bei einem Ereignis wie der WM auf Leinwand zeigen zu dürfen.

Sonstige Genehmigungen und Regelungen

Neben der FIFA Lizenz muss ein Veranstalter auch bei der Stadt oder bei der Gemeinde eine Genehmigung beantragen. Von Region zu Region zeigen sich hier verschiedene Auflagen und spezifische Regelungen, weshalb ein Organisator im Einzelnen nachfragen muss, was dafür nötig ist. Bisher galt für das Veranstalten eines Public Viewings außerdem die Auflage, dass die Lautstärke nach 22 Uhr gedrosselt werden muss. Diese Lärmschutzverordnungen wurden von der Bundesregierung gelockert, sodass es Organisatoren für die kommende WM 2018 erlaubt ist, auch nach 22 Uhr Spiele zu zeigen. Die Lockerung gilt für den Zeitraum der WM und ist lediglich bei Spitzenereignissen erlaubt.

Wichtige Informationen für Veranstalter zur Sicherheit und zum Sponsoring

Eine öffentliche Veranstaltung benötigt ausreichend Sicherheitsvorkehrungen. Das heißt, dass beispielsweise Notausgänge klar gekennzeichnet sein müssen. Eventuell macht es auch Sinn, besonders bei einer großen Teilnehmeranzahl, für Sicherheitspersonal zu sorgen, welches im Fall einer Auseinandersetzung unter Fans eingreifen kann.

Um die Kosten für so ein Public Viewing Event zu decken, setzen viele kommerzielle Veranstalter auf Sponsoring. Bei der Auswahl der Sponsoren gilt es ebenfalls ein paar Hinweise der FIFA zu beachten, da nicht jeder Gönner hier in Frage kommt. Lokale Sponsorings dürfen nicht in direkter Konkurrenz zu offiziellen Sponsoren der WM stehen. Außerdem ist es wichtig, dass der Veranstalter sich ganz klar von dem zu zeigenden Event distanziert. Das bedeutet, dass zu keiner Zeit der Verdacht erweckt werden darf, dass es sich um eine Partnerschaft mit der FIFA oder eine offizielle Veranstaltung der WM handelt. Beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) können sich Interessierte informieren, worauf es beim Public Viewing zu achten gilt.

Was aber in jedem Fall erlaubt ist, ist das passende Outfit. Neben dem klassischen Trikot der deutschen Nationalmannschaft, haben Fans ein breitgefächertes Potpourri an Möglichkeiten, um sich für das Public Viewing perfekt einzukleiden. Von Blumenketten in Schwarz, Rot und Gold über spezielle Hüte in den Nationalfarben bis hin zu bunten Gesichtsmalereien ist alles erlaubt, was Spaß macht. Darüber hinaus werden im Vorfeld und auch während der Sportereignisse gerne Autos sowie Wohnorte geschmückt. Klassische Beispiele sind hier große Fahnen, die die Häuserwände zieren oder Außenspiegel, die ein ganz neues Gewand bekommen sowie Gärten, die in einem einheitlichen Farbenmeer erstrahlen.

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