Formel 1

Formel 1: Max Verstappen könnte Red Bull dank Ausstiegsklausel verlassen

Von APA
Max Verstappen will beim Heim-GP von Red Bull vorne angreifen.
© getty

Vor dem Formel-1-Grand-Prix von Österreich sorgt der potenzielle Abschied von Max Verstappen bei Red Bull für Aufsehen.

Der Niederländer steht beim Rennstall von Dietrich Mateschitz noch bis Ende 2020 unter Vertrag, laut Aussagen seines Managers gibt es jedoch Ausstiegsmöglichkeiten. "Natürlich bin ich nicht hier, um Vierter zu werden", sagte Verstappen selbst. "Ich möchte Rennen gewinnen."

Red Bull hinkt derzeit Ferrari und vor allem dem Branchenführer Mercedes hinterher. Verstappens Ziele, vor allem jenes, mit Red Bull jüngster Weltmeister der Formel-1-Geschichte zu werden, scheinen derzeit kaum umsetzbar.

Der aktuell gültige Vertrag des Niederländers, den er im Oktober 2017 unterschrieben hatte, soll eine Ausstiegsklausel mit leistungsbezogenen Elementen enthalten. Spekuliert wird, dass Verstappen das Team trotz eines aufrechten Vertrages verlassen dürfte, wenn er an einem Stichtag nicht eine bestimmte WM-Platzierung beziehungsweise eine bestimmte Anzahl von Siegen geschafft hat.

Manager bestätigt Verstappens Klausel

"Wir bestätigten, dass es eine Performance-Klausel in dem Vertrag gibt", sagte Verstappens Manager Raymond Vermeulen dem niederländischen Portal "Formule 1". Weitere Angaben wollte er nicht machen. Red-Bull-Berater Helmut Marko sagte in Spielberg, es gebe die üblichen Vertragsmechanismen. Details würden wie gewöhnlich nicht verraten.

Nach Medienberichten soll die Klausel wirksam werden, wenn Verstappen nicht bis zur Sommerpause auf dem dritten Rang in der WM-Wertung liegt. Derzeit ist Verstappen Vierter, der drittplatzierte Sebastian Vettel liegt 11 Punkte vor ihm. Anderswo heißt es, Verstappen darf gehen, wenn er bis zu einem bestimmten Tag nicht einen Saisonsieg erreicht hat.

Verstappen sagte zuletzt, er fühle sich wohl bei Red Bull. Es sei jedoch "nicht schön, um den vierten Platz zu fahren und immer knapp daneben zu liegen." Er mache sich im Moment noch keine Gedanken, was nächstes Jahr passiere, sagte der 21-Jährige. Es gebe eine Menge Potenzial, "und wir haben gerade erst begonnen. Aber wie ich gesagt habe, ich möchte nicht fahren, bis ich 35 oder 40 bin".

"Wir möchten mit Red Bull Weltmeister werden", betonte Vermeulen. Soll es mit dem Titel "jüngster Champion aller Zeiten" noch klappen, hat man aber jedenfalls nur noch bis Ende 2020 Zeit - denn nur bis dahin wäre Verstappen noch jünger als Vettel bei seinem ersten Titel im Jahr 2010 (23 Jahre und 134 Tage).

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung