Die Gehälter der Sportstars - Wie werden sie investiert?

Von SPOX Österreich
Donnerstag, 05.07.2018 | 08:00 Uhr
Geld
© getty

Schon seit Jahren wird über die hohen Gehälter diskutiert, welche die Stars aus der Welt des Sports auf ihrer Seite haben. Die tatsächlichen Summen werden oft gekonnt unter Verschluss gehalten. In der Folge ist es nur im Rahmen eines Skandals möglich, einen Eindruck von den tatsächlichen Summen zu bekommen, die durch die hohe körperliche Leistungsfähigkeit zu verdienen sind. Doch wie investieren die Größen des Sports ihr Geld überhaupt?

Natürlich wäre es fälschlich anzunehmen, absolute Profis würden sich selbst um die Investition ihres Geldes kümmern. Vielmehr verfügen sie auch in diesem Bereich über gut geschulte Berater, die dazu in der Lage sind, ihnen die nötigen Tipps im Umgang mit ihrem Vermögen auf den Weg zu geben. Dabei liegt der Fokus gänzlich auf einer guten Diversifikation.

Diese ist bereits eine gelungene Möglichkeit, um das individuelle Risiko der Investitionen deutlich zu verringern. Bricht eine der vielen Anlagen weg, die durch den Sportler und seinen Berater getätigt wurden, so bleiben noch immer genügend Säulen bestehen, um für einen Erhalt des Gesamtniveaus zu sorgen. Im Folgenden lohnt es sich einige Anlageformen genauer in den Blick zu nehmen, für die sich in diesen Tagen viele Sportler interessieren.

Immobilien als Geldanlage

Eine lange Suche ist nicht notwendig, um auf die sehr beliebte Anlageform der Immobilie aufmerksam zu werden. So entschieden sich in den letzten Jahren zum Beispiel Größen des Sports wie Marcel Hirscher oder David Alaba dafür, ihr Geld in Wohnungen und Häuser zu investieren. Dabei profitierten sie bereits in den vergangenen Jahren von der sehr positiven Entwicklung des Marktes, die zu beobachten war.

Längst sind die Preise pro Quadratmeter in vielen deutschen Städten auf ein Niveau angestiegen, welches vor allem wohlhabende Investoren dazu befähigt, sich die Wohnfläche selbst zu sichern. Dadurch reichte zuletzt bereits das Halten der Immobilie im eigenen Besitz aus, um von einer Wertsteigerung zu profitieren. Allerdings entscheiden inzwischen die Einstiegspreise darüber, ob der Kauf weiter zu empfehlen ist. Ein Vergleich der wichtigsten deutschen Städte ist unter finanzen-ratgeber.org zu finden.

Doch Sportstars wie David Alaba sehen dies nicht als ihre einzige Möglichkeit, um am Wohnungsmarkt Geld zu verdienen. Weiterhin nutzen sie die Mieteinnahmen im eigenen Sinne, die mithilfe der Wohnungen generiert werden können. Dabei bietet sich einerseits die Gelegenheit, der Gesellschaft einen Mehrwert zu bieten, indem der Leerstand der betreffenden Objekte in jedem Fall verhindert wird. Weiterhin generieren die gekauften Häuser dadurch ein passives Einkommen, welches die Einkünfte auch im Anschluss an die Karriere erweitert und auf diese Weise neue finanzielle Möglichkeiten schafft.

Natürlich ist es für Sportstars nicht möglich, auch die Verwaltung der Immobilien in die eigenen Hände zu nehmen. Schließlich ist auch damit wieder ein organisatorischer Aufwand verknüpft, der sich nicht mit ihrem Terminkalender vereinbaren lässt. Auch aus diesem Grund werden die betreffenden Rechte und Pflichten oft an externe Unternehmen weitergeleitet, die dafür einen Anteil an den Gewinnen erhalten. So ist es möglich, alle Unternehmungen unter Kontrolle zu halten.

Die Investition in Unternehmen

Immer mehr Sportler erkennen die Möglichkeit, mit der Hilfe ihres Salärs andere Unternehmen zu unterstützen. Robert Lewandowski ist ein bekanntes Beispiel dafür, wie weit diese Einsätze bisweilen reichen. Auf der Grundlage seiner Beteiligungen ist es ihm gelungen, reicher als Ronaldo oder Messi zu werden. Dafür hält er einerseits einen großen Umfang an Anteilen der VC Protos Venture Capital Firma. Diese wiederum verfügt über ein weit gestreutes Portfolio unterschiedlicher Investitionen, die in den vergangenen Jahren für eine satte Wertsteigerung des Unternehmens gesorgt haben. Davon profitierte in der Folge auch Robert Lewandowski.

Weiterhin gelang es ihm, ein Auge auf aufstrebende Startups zu werfen. Diese Unternehmen, welche in der digitalen Ökonomie einen wichtigen Markt für sich entdecken, verfügen natürlicherweise über ein hohes Wachstumspotenzial. Welche Gewinne der Stürmer des FC Bayern auf diesem Wege tatsächlich einstreichen konnte, ist allerdings nicht bekannt.
Erfunden sind derweil die Berichte über eine eigene Burgerkette Namens Fat Lewandowski, die den Stürmer zu einem großen Vermögen verholfen haben soll. Auch eine eigene Wodkamarke besitzt der Spieler nicht.

Philipp Lahm und Jens Lehmann

Philipp Lahm ist es gelungen, in seiner langen Zeit beim FC Bayern große Gehälter einzustreichen. Um nun sein neues Leben aus Privatier zu finanzieren, investierte der Linksverteidiger in zahlreiche junge Firmen. Als besonders innovativ wird zum Beispiel das Unternehmen Danova angesehen, bei dem er sich engagiert. Dieses entwickelt analoge und digitale Vorsorgeuntersuchungen, die den Bereich der Medizin in den kommenden Jahren stark verändern könnten. Mit einem solchen Maß an Voraussicht ist der ehemalige Kapitän der DFB-Elf wohl dazu in der Lage, auch in den kommenden Jahren große Einkommen einzustreichen.

Schon während seiner aktiven Zeit als Spieler war Jens Lehmann für seine Investments bekannt. Mit verschiedenen Biotech-Firmen, in die er sein Kapital investierte, gelang ihm aber kein nennenswerter Gewinn. Anders gestaltete sich dies wohl mit den Aktien von Borussia Dortmund, die er vor einigen Jahren in großem Stil erwarb. Doch auch Jens Lehmann erkannte inzwischen das Potenzial kleiner Startups, die aktuell noch nicht an der Börse aktiv sind. Im Kreis der glücklichen Unternehmen, die dadurch über völlig neue Möglichkeiten und Chancen der Finanzierung verfügen, befindet sich auch Combionic, ein Anbieter einer Kollaborationssoftware.

Das Ziel der Geldanlage

Gleichsam stellt sich die Frage, welche Ziele die Stars mit dieser Art der Geldanlage verfolgen. Einerseits geht es natürlich darum, die finanziellen Verdienste sicher zu wissen und zu bündeln. Schließlich befinden sich die Stars in der komfortablen Situation, dass sie unter normalen Gesichtspunkten gar nicht dazu in der Lage sind, ihr Geld in Echtzeit wieder auszugeben. So handelt es sich bei der langfristigen Geldanlage um eine nahezu logische Reaktion auf die hohen Verdienste, wie sie in diesen Tagen in der Welt des Sports eingestrichen werden können.

Auf der anderen Seite ist nicht jeder Sportler dazu in der Lage, alle Geldsorgen mit dem Ende seiner Karriere abgehakt zu wissen. Stattdessen stehen bereits einfache Spieler aus der ersten und zweiten Bundesliga vor der Aufgabe, viel Geld auf die Seite zu schaffen. Denn sie selbst verfügen in der Regel über keine weitere berufliche Ausbildung. In der betreffenden Lebensphase war es vielmehr notwendig, sich voll und ganz auf den Fußball zu konzentrieren und dort mit den persönlichen Stärken zu überzeugen. Bricht nun der Hauptteil des Einkommens weg, so stellen sich für diese Spieler neue Fragen. Nicht jeder von ihnen bekommt die Möglichkeit, in Zukunft als TV-Experte in Erscheinung zu treten. Ebenfalls ist nicht jeder dazu geschaffen, in Zukunft als Sportdirektor die Geschicke eines Vereins zu lenken oder den Beruf des Trainers an sich zu nehmen. So sind die Akteure gut damit beraten, früh genügend Kapital bei Seite zu schaffen, um damit einige Jahre lang gut über die Runden kommen zu können.

Gerade im Grenzbereich zwischen Profi- und Amateurfußball, der in Deutschland etwa im unteren Drittel der dritten Liga anzusiedeln ist, entscheiden sich immer mehr Fußballklubs für einen dualen Weg. Dafür bieten sie ihren Spielern die Gelegenheit, während der Ausbildung im Leistungszentrum eine Ausbildung zu absolvieren. Sollte der große Traum vom Fußballprofi eines Tages platzen, so haben diese jungen Menschen einen Plan B in der Hinterhand, auf den sie auch in den kommenden Jahren noch immer bauen können. Ein solcher Mehrwert steht inzwischen beispielhaft für die Bemühungen vieler Vereine.

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