Im Winter gesund joggen

Von SPOX Österreich
Beim Sport im Winter gilt es einiges zu beachten
© Pixabay.com© niekverlaan (CCO Public Domain)

In der kalten Jahreszeit zieht es viele vor den Kamin auf die Couch. Wer auch im Winter draußen Sport treiben will, muss einiges beachten.

Joggen oder auch Laufen in der freien Natur gehört für viele Aktive zum Alltag. In den kühlen Monaten ziehen sich viele Outdoor-Fans bezwungener Maßen in Fitness-Studios zurück. Doch das ist im Grunde genommen nicht nötig, denn auch der Winter kann für den Sport draußen genutzt werden. Damit das Vergnügen auch im Winter eine gewinnbringende und gesunde Aktivität bleibt, sollten einige Punkte beachtet werden. Mit der richtigen Ausrüstung und Vorbereitung lässt es sich auch im Winter draußen ideal Joggen.

Perfektes Schuhwerk für das Joggen im Winter wählen

Neben atmungsaktiven Socken, welche dafür sorgen, dass die Füße warm bleiben, aber nicht ins Schwitzen kommen, sind die Schuhe im Winter sehr wichtig. Das richtige Material sorgt dafür, dass der Schuh bei den kalten Temperaturen geschmeidig bleibt und ein ideales Abrollen des Fußes gewährleistet bleibt. Gleichzeitig muss die Sohle so beschaffen sein, dass sie auch auf Eis einen sicheren Tritt bietet. Trailschuhe bieten hier die besten Voraussetzungen. Das Sohlenprofil sollte möglichst grob sein, damit es einen guten Grip, also Halt, bieten kann. Wer auf vereistem Untergrund joggen möchte, sollte sich Laufschuhe mit Spikes zulegen. Diese Schuhe besitzen an der Sohle Dornen, welche auch häufig im Leichtathletiksport zum Einsatz kommen.

Tipps für das Joggen auf Schnee

Als Tipp sollten Jogger für den Winter auf frisch gefallenem, lockeren Schnee laufen. Dies bringt ein angenehmes Laufgefühl mit sich und sorgt für sicheren Tritt und eine gute Dämpfung. Bei fest getretenem Schnee, oder länger liegendem Schnee ist Vorsicht geboten. Hier können sich Eisplatten unter dem Schnee gebildet haben. Dies birgt ein großes Risiko, denn der Jogger könnte unverhofft ausrutschen und sich schwer verletzen. Auf solchem Untergrund sollten die Schrittlängen verkürzt werden. Gleichzeitig ist es ratsam die Frequenz zu erhöhen und den kompletten Fuß aufzusetzen. Die Arme dienen als Balance. So lassen sich auch schwierige Untergründe im Winter meistern.

Ist Joggen im Winter schädlich?

Es ist ein weit verbreitetes Vorurteil, dass die Minusgrade schlecht wären, um im Freien Sport zu treiben. Viele behaupten, dass die tiefen Temperaturen der Lunge schwere Schäden zufügen könnten. Dann müssten demzufolge aber schon alle Ausdauersportler, wie Biathleten, Langläufer oder Skispringer schwerst erkrankt sein. Bei den Olympischen Winterspielen herrschen teilweise Temperaturen von bis zu minus 15 Grad oder deutlich niedriger. Hier erbringen Sportler Höchstleistungen. Joggen im Winter schadet also wohl eher nicht der Lunge. Der Grund hierfür ist, dass die Bronchialwege mit Verzweigungen versehen sind. Dabei können zwischen 22 und 24 Verzweigungen der Bronchien auftreten. Diese teilen sich in 2 Röhren auf. Dadurch verteilt sich die einströmende Atemluft großflächig und verlangsamt sich in den kleineren Bronchialwegen. Durch die längere Kontaktzeit wird die Luft erwärmt. Der Körper sorgt also von selbst dazu, dass die Bronchien und die Lunge keine Vereisungen von sich tragen können.

Mit dieser Kleidung friert kein Jogger mehr

Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung. An diesem Sprichwort ist wirklich etwas dran. Viele Jogger begehen gerade im Herbst und Winter den fatalen Fehler sich zu warm anzuziehen. Das Resultat ist, dass sie zu stark ins Schwitzen kommen und sich dann durchaus verkühlen können. Es sollte bei der Kleidungsauswahl bedacht werden, dass der Körper bereits nach wenigen Minuten des intensiven Joggings die Körpertemperatur steigen lässt. Der Körper ist ein interessantes Gebilde, denn anhand der Kälte ändert er seinen Grundumsatz. Dies ist die Energie, welche er benötigt, um die Körpertemperatur auf 37 Grad zu halten. Er ist in der Lage diesen Umsatz um ein Vierfaches zu steigern und das binnen kürzester Zeit.

Bei tiefen Temperaturen werden daher mehrere Schichten Kleidung empfohlen. So entsteht der Zwiebellook. Als erste Schicht dient Funktionsunterwäsche. Sie transportiert den Schweiß vom Körper weg und hält die Haut angenehm trocken. Als zweite Schicht sollte Kleidung gewählt werden, welche wärmeisolierend wirkt. Gegen Wind und Nässe kommen schließlich eine Funktionsjacke sowie eine Funktionshose darüber, welche speziell hierfür vorgesehen ist. Im Fachhandel gibt es hier eine große Auswahl für Damen und Herren.

Die richtige Größe wählen

So wie bei den Schuhen die richtige Größe und Passform sehr wichtig ist, so sollten Jogger auch bei der Wahl der Kleidung verfahren. Die schönste Jacke nutzt nichts, wenn sie in der Bewegung einengt, oder viel zu locker sitzt und damit ihre wichtigen Funktionen verloren gehen. Ideal sitzende Kleidung schützt den Körper und reguliert die Körperwärme. Dazu sorgt sie dafür, dass Schweiß vom Körper abgehalten wird und der Sportler ein ideales Körperklima erhält.

Kopf und Hände nicht vergessen!

Ein sehr großer Teil der Körperwärme wird über den Kopf abgegeben. Daher ist es wichtig, dass Jogger eine Mütze, oder zumindest ein breites Stirnband tragen. Dies schützt auch gleichzeitig die empfindlichen Ohren vor zugiger Luft. Die Hände sollten ebenfalls mit passenden Handschuhen versehen werden, denn sie können beim Joggen schnell auskühlen. Um hier Erfrierungen zu vermeiden ist eine Kopfbedeckung sowie Handschuhe sehr wichtig und können passend zum Outfit als stimmiges Accessoire gewählt werden. Speziell für Jogger gibt es hier ebenfalls ein breit gefächertes Angebot.

Zusätzlich sollten Jogger, die an sonnigen Wintertagen nach Draußen gehen an einen Augenschutz denken. Die Sonne kann durch den Schnee in der Reflexion vervielfacht werden. Eine Sportlerbrille mit UV-Schutzgläsern kann hier beste Sicherheit bieten. Sie verrutscht nicht beim Joggen und schützt die Augen vor der auftreffenden Strahlung.

Mit der richtigen Ausrüstung in Form bleiben

Joggen kann im Winter für einen perfekten Ausgleich zum Alltag sorgen. Mit der passenden Ausrüstung macht das Laufen in dem winterlichen Idyll Freude und bringt den Körper und Kreislauf in Schwung. Wichtig ist jedoch, dass der Sportler auf seinen Körper hört. Sollte ihm die Anstrengung trotz hervorragender Ausrüstung zu viel sein, so sollte das Pensum reduziert werden. Weniger bringt im Winter oftmals mehr.

Gerade dann, wenn die verschneite Schneelandschaft und die kräftige Sonne aufeinander treffen kann es zu Kreislaufproblemen kommen. Hier lieber etwas langsamer tun. Das kann sich später auszahlen und wirkt effektiver. Eine Überanstrengung des Körpers kann dazu führen, dass die Muskeln oder der Organismus überstrapaziert werden, was als Resultat eine längere Zwangspause nach sich ziehen kann. Wer sich entsprechend kleidet, auf gutes Schuhwerk achtet und auf seinen Körper hört, kann mit Freude auch im Winter seinem Alltagsausgleich Joggen nachgehen.

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